Immer mehr Menschen steigen auf Fahrräder um. Das will der Kreis Wesel unterstützen.

Immer mehr Menschen steigen auf Fahrräder um. Das will der Kreis Wesel unterstützen. © Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

NRZ PLUS: Kreis Wesel will in die AG fahrradfreundlicher Städte

 

Bitte um Veröffentlichung dieses Leserbriefes - Fahrradfreundlicher Kreis Wesel

 

KREIS WESEL. Auf Antrag der SPD will der Kreis nun die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte beantragen. Es gibt Bedingungen

Quelle: NRZ PLUS - Kreis Wesel will in die AG fahrradfreundlicher Städte

Leserbrief Dr. Martin Höffkes

Der Kreis Wesel möchte in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte aufgenommen werden. Das hat der Kreistag beschlossen. Schön. An der Verkehrswende führt ja bekanntlich kein Weg vorbei. Aber dann findet sich keine Mehrheit, für eine neue Personalstelle zur Planung von Radwegen!

Traurig. Dabei werden ja bekanntlich viele Fördertöpfe nicht ausgeschöpft, weil es noch keine konkrete Planung gibt. Ideen sind ja da. Der Kreis Wesel hat ja bereits in 5/2020 ein Mobilitätkonzept vorgestellt mit Plänen für neue Fahrradstraßen. Auch gibt es bereits seit einigen Jahren Planungen des RVR, die denen des Kreises Wesel sehr ähnlich sind. Da wäre es doch an der Zeit, die Pläne zu konkretisieren und umzusetzten. 

Das erfordert in der Verwaltung sicher Zeit (Planstelle) und wohl auch einen veränderten Blickwinkel der Planer. Denn die bisherige Planung hatte doch fast nur den "gut fließenden" Autoverkehr im Sinn. Wenn der Kreis jetzt die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte anstrebt, sollte das auch mit einer Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur einhergehen. Sonst wird der neue Titel nur ein Etikettenschwindel.

Dr. Martin Höffkes

2. Vorsitzender ADFC Dinslaken-Voerde

 

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https://dinslaken-voerde.adfc.de/artikel/leserbriefe-fahrradfreundlicher-kreis-wesel

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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