ADFC und Stadt arbeiten an Alternativen zur A59-Baustelle: Wie geht’s voran?
Der Ausbau der A59 und der Berliner Brücke wird den Duisburger Verkehr in den kommenden Jahren stark belasten. Der ADFC hat gemeinsam mit der Stadtverwaltung mögliche Radrouten zwischen Innenstadt und dem Duisburger Norden erkundet.

Der Neubau und die Verbreiterung der Berliner Brücke und des nördlich anschließenden Abschnitts der A59 wird massive Auswirkungen auf den Autoverkehr in Duisburg haben. Die Baustelle wird großflächig zu Umleitungen und Staus führen. Und dabei sind wir in Duisburg schon in normalen Zeiten massiv von Auto- und LKW-Verkehr geplagt.
2014 gab es anlässlich einer mehrmonatigen Teilsperrung der A59 eine ausgeschilderte Radroute zwischen der Innenstadt und Hamborn. Wir vom ADFC haben diese Idee wieder aufgegriffen und uns aktiv und konstruktiv eingebracht, um in einer Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung eine oder mehrere Routen zwischen der Innenstadt und dem Duisburger Norden einzurichten. Menschen sollen motiviert werden, es mal mit dem Rad zu probieren anstatt im Auto im Stau zu stehen und andere, die schon jetzt mit dem Rad fahren, sollen bessere Bedingungen vorfinden.
Dieser Bericht, der den Stand Anfang April 2026 wiedergibt, beinhaltet Licht und viel Schatten.
Anfang März hatten wir einen Termin mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Duisburg, an dem wir zusammen Routen, die sich beide Seiten vorstellen könnten, mit dem Rad abgefahren sind.
Sehr positiv haben wir aufgenommen, dass nicht nur die Verkehrsplanung, sondern auch die einzelnen Stadtteile Mitte, Hamborn und Meiderich dabei vertreten waren.
Der Termin verlief sehr konstruktiv und brachte viele Erkenntnisse über mögliche Varianten der Routen und vor allem Stellen, an denen Verbesserungsbedarf besteht. Wir haben alles genau dokumentiert.
Vielen Dank von unserer Seite an alle Beteiligten.
Wir waren uns alle einig, dass wir danach mit einer gemeinsamen Pressemitteilung auch nach außen hin einen Start des Projektes signalisieren. Nach kurzem Austausch hatten wir einen Entwurf, der von beiden Seiten akzeptiert war.
Gemäß dem Stand des Projektes war es im Wesentlichen eine positiv formulierte Absichtserklärung, das Projekt gemeinsam durchzuführen.
Die PM sollte durch die Pressestelle der Stadt und durch uns gleichzeitig veröffentlicht werden.
Leider haben wir die Absage bekommen. Die Stadt sei mit der Umleitung für die Zeit der Sperrung des Bürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzuges sehr beschäftigt. Außerdem sei unser Projekt noch in einem frühen Planungsstadium.
Wir können beide Begründungen nicht nachvollziehen und bedauern diese Entwicklung und Absage sehr.
Wir werden in Ruhe darüber beraten, wie wir damit umgehen.
Anbei das Foto, das während der gemeinsamen Begehung entstand und zu der Pressemitteilung veröffentlicht werden sollte. Die Version, die wir hier zeigen können, verdeutlicht den Stand des Projektes: Vieles ist unklar und liegt im Nebulösen.
