Bleib fair – halte Abstand
Gemeinsame Aktion von ADFC Oberhausen/Mülheim und Verkehrswacht Oberhausen
Mehr Sicherheit und mehr Rücksicht im Straßenverkehr – dafür setzen sich der ADFC Oberhausen/Mülheim und die Verkehrswacht Oberhausen e.V. gemeinsam ein.

Gemeinsame Aktion von ADFC Oberhausen/Mülheim und Verkehrswacht Oberhausen.
Im Mittelpunkt der Aktion am 23.04.26 stand der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden. Vielen Autofahrerinnen und Autofahrern ist nicht bewusst, dass innerorts mindestens 1,5 Meter und außerorts sogar mindestens 2 Meter Abstand beim Überholen von Fahrrädern eingehalten werden müssen. Wird dieser Abstand unterschritten, entstehen schnell gefährliche Situationen. Für Radfahrende bedeutet dichtes Überholen häufig Stress, Unsicherheit und im schlimmsten Fall eine konkrete Gefährdung.
Die gemeinsame Aktion von Verkehrswacht und ADFC setzte deshalb bewusst auf direkte Ansprache und Information. Vor Ort wurden Verkehrsteilnehmende über die geltenden Regeln informiert und für die Perspektive anderer sensibilisiert. Ziel war es nicht, den moralischen Zeigefinger zu erheben, sondern Verständnis für ein rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr zu schaffen. Denn sichere Mobilität funktioniert nur dann, wenn alle aufeinander achten.
Besonders positiv hervorzuheben ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem ADFC Oberhausen/Mülheim und der Verkehrswacht Oberhausen. Beide Organisationen ergänzen sich in ihrer Arbeit sehr gut: Während der ADFC die Interessen des Radverkehrs vertritt und sich für bessere Bedingungen für Radfahrende einsetzt, engagiert sich die Verkehrswacht seit vielen Jahren für Verkehrserziehung und Unfallprävention. Gemeinsam konnten beide Vereine ihre Erfahrungen bündeln und viele Menschen direkt erreichen.
Im Verlauf der Aktion zeigte sich außerdem, dass nicht nur Autofahrerinnen und Autofahrer Informationsbedarf haben. Auch zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern wurden angesprochen. Dabei wurde deutlich, dass vielen die geltenden Verkehrsregeln nicht ausreichend bekannt sind. Einige wussten beispielsweise nicht, wo E-Scooter fahren dürfen, welche Regeln für Gehwege gelten oder wie man sich an Kreuzungen korrekt verhält. Die Gespräche machten deutlich, wie wichtig Aufklärung gerade bei neuen Mobilitätsformen ist. E-Scooter gehören inzwischen selbstverständlich zum Stadtbild, doch mit ihrer zunehmenden Verbreitung wächst auch der Bedarf an Information und gegenseitiger Rücksichtnahme.
Die Rückmeldungen auf die Aktion waren insgesamt sehr positiv. Viele Verkehrsteilnehmende zeigten Verständnis für die Anliegen der Aktion und nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Genau solche Gespräche sind ein wichtiger Beitrag dazu, das Bewusstsein für Verkehrssicherheit dauerhaft zu stärken.
Die Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden.
Für den ADFC Oberhausen/Mülheim und die Verkehrswacht Oberhausen steht deshalb fest: Bereits jetzt sind weitere gemeinsame Projekte und Aktionen geplant. Dabei soll es auch künftig um Themen wie sichere Radwege, gegenseitige Rücksichtnahme, Verkehrsregeln und moderne Mobilität gehen. Ziel bleibt es, Oberhausen für alle Menschen sicherer und lebenswerter zu machen – egal ob sie mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem E-Scooter unterwegs sind.
Der ADFC Oberhausen/Mülheim bedankt sich bei der Verkehrswacht Oberhausen für die engagierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit und freut sich auf weitere gemeinsame Aktionen im Sinne einer sicheren und fairen Mobilität in unserer Stadt.