Karl-Lehr-Brücke – Eine unendliche Geschichte? - ADFC Dinslaken-Voerde

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsverein Dinslaken-Voerde e. V.

Karl-Lehr-Brücke – Eine unendliche Geschichte?

Die Brücke zwischen Ruhrort und Kaßlerfeld ist wieder geöffnet. Doch Radfahrende dürfen sie weiterhin nicht legal nutzen. Statt einer direkten Verbindung bleibt nur ein kilometerlanger Umweg. Der ADFC kritisiert die fehlende Radverkehrsplanung.

Ihr erinnert euch sicher noch? Vom 18. April an wurde die wichtige Brückenverbindung zwischen Ruhrort und Kaßlerfeld für sieben Wochen für alle Verkehrsteilnehmer:innen gekappt, damit die Brücke in ihre endgültige Position verschoben werden konnte. Die Umleitung – auch für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen – war 10 km lang und führte nicht gerade sicher über die Aakerfährbrücke, durch das Hafengebiet und die Bürgermeister-Pütz-Straße. Seit dem 6. Juni ist die Brücke eigentlich wieder für den Radverkehr nutzbar.

Doch gibt es nach wie vor zwei Hindernisse. Da noch die Anschlussrampen in das Hafengebiet gebaut werden müssen, ist der neue Brückenzug für Radfahrer:innen nach wie vor nicht legal passierbar. Da, wo im Bereich der Rampen noch keine Gehwege errichtet werden konnten, hat man kurzerhand den Radweg zum alleinigen Gehweg erklärt, was bedeutet, das Radfahrer:innen hier immer noch nicht entlangfahren dürfen. Ein Ausweichen auf die Fahrbahn ist baulich nicht möglich, also müsste man mit dem Rad streng genommen nach wie vor den zehnmal so weiten Weg über Meiderich nehmen, alle paar Meter absteigen und schieben - oder natürlich gegen das Radfahrverbot auf dem Gehweg verstoßen.

Der ADFC fragt: Was soll das? Schilder vergessen? Fahrradverkehr einfach egal? Warum wurde hier keine Lösung für den Radverkehr gefunden? Das Desinteresse am Fahrradverkehr in Duisburg zeigt sich in vielen, vielen kleinen Details.


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