Mit Kidical Mass das Bewusstsein für Kinder im Straßenverkehr wecken! - ADFC Dinslaken-Voerde

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsverein Dinslaken-Voerde e. V.

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Kidical_Mass_2026_02 © ADFC Dinslaken-Voerde, mh

Mit Kidical Mass das Bewusstsein für Kinder im Straßenverkehr wecken!

Kinder im Straßenverkehr gelten als besonders gefährdet. Darum fordern wir eine besondere Rücksichtnahme besonders von Fahrern und Fahrerinnen von Kraftfahrzeugen.

Für sichere Wege zu Schule und Kita
Am Samstag, den 19.09. rollte wieder einmal die Fahrraddemonstration mit Kindern durch Dinslaken. In der Europäischen Mobilitätswoche fand die Kidical Mass zum fünften Mal statt. Und „Mobilität“ ist nicht nur etwas für Erwachsene. Auch Kinder haben das Recht, mobil zu sein, sich frei bewegen zu können. Dabei sollten sie sich auf dem Weg zur Kita oder zur Schule sicher fühlen und nicht durch Autos gefährdet werden.  Die Zahl der verunfallten Radfahrer hat in 2025 deutschlandweit zugenommen. Betroffen waren vermehrt Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, die Unfälle ereigneten sich am häufigsten auf dem Schulweg. Deshalb wurde das Motto „Sichere Wege zur Schule und zur Kita“ gewählt. 


Etwa 90 Personen machten sich auf den Weg. Mit bunten Luftballons geschmückten Fahrrädern, Lastenräder und Tretrollern. Gut eine Stunde lang wurde mitten auf der Fahrbahn geradelt. Der Zug wurde von der Polizei begleitet. So konnten auch Vorschulkinder die Strecke sicher und selbstständig auf ihren Rädchen bewältigen.  Der Strecke führte an zwei Kitas und sieben Schulen vorbei. Zurück auf dem Altmarkt gab es eine Ansprache von Frau Köppen, der Rektorin der Bruchschule und Sprecherin der Grundschulrektorinnen. Sie betonte, wie gut es Kindern tut, den Weg zur Schule alleine zurück zu legen. Es stärkt die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein der Kinder. Es ermöglicht ihnen, ihre Umwelt zu entdecken und mit den anderen Kindern in Kontakt zu sein. Dabei bestehen Gefahren auf dem Weg zur Schule, vor allem durch Autos. Sie könne die Eltern verstehen, die ihre Kinder vor den Gefahren im Straßenverkehr beschützen wollen. Wenn sie aber dann ihre Kinder selbst mit dem Auto möglichst nahe an den Schuleingang bringen, vergrößern sie die Gefahr für die anderen Kinder. Die Sicherheit der Schulwege ist an Voraussetzungen gebunden. Die Straßenverhältnisse müssen baulich so sein, dass sie Kinder und ihre Fähigkeiten im Straßenverkehr nicht überfordern. Ziel ist es, den Weg zur Schule so zu gestalten, dass auch das Fehlverhalten eines Kindes nicht zu einem Unfall führt. Dazu kann es sinnvoll sein, die Straße an der Schule zu Beginn und zum Ende der Schulzeit für den motorisierten Verkehr zu sperren, die Straße also zur Schulstraße umzuwandeln. Es braucht mehr Rücksichtnahme von allen Beteiligten, vor allem von den KFZ-Fahrern und Fahrerinnen. Fehlverhalten, insbesondere Verstöße gegen die Verkehrsregeln wie Halten im Absoluten Halteverbot müssen konsequent bestraft werden, da in der Vergangenheit gutes Zureden nicht geholfen hat. Der Schulweg muss von den Eltern mit ihren Kindern eingeübt werden. Dabei ist der kürzeste Weg nicht immer der sicherste und beste. Die Schule leistet ihren Beitrag mit der Verkehrserziehung, z.B. mit dem Fahrradführerschein. Dr. Höffkes verabschiedete alle Teilnehmer mit dem Hinweis, im nächsten Jahr wieder eine Kidical Mass zu organisieren. Aus Erfahrung seien bis dahin die Probleme nicht gelöst und man müsse weiter auf fahrradfreundliche Wege hinarbeiten.

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