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ADFC_zeigt_Flagge_am_Jugendzentrum_P-Dorf © ADFC Dinslaken-Voerde

Ferienaktivität: Fahrrad-Werkstatt des Jungenarbeitskreises Dinslaken

 

Ferienaktivität: Fahrrad-Werkstatt des Jungenarbeitskreises Dinslaken im Jugendzentrum P-dorf am 3. Juli 2021

 

Wer rastet, der rostet – das gilt auch fürs Fahrrad. Wer seinem Fahrrad eine längere Pause gegönnt hat, sollte es gründlich durchchecken, bevor es wieder zum Einsatz kommt – denn funktioniert  etwas nicht richtig, stört das beim Fahren und kann sogar gefährlich werden.

Ob es Probleme gibt, kann man leicht selbst feststellen – der  ADFC gibt Ihnen Tipps  dazu. Ist etwas nicht in Ordnung, finden Sie im Internet auch Videoanleitungen für Reparaturen. Wer nicht selbst schrauben möchte, kann im Fachhandel gezielt auf das Problem hinweisen.

Sportgeräte benötigen aufgrund ihres Leichtbaus und spezieller Materialien besondere Sorgfalt. Beachten Sie unbedingt die zugehörigen Pflegeanleitungen!

ADFC-Tipps zur Fahrradpflege

1 Sichtkontrolle

Säubern Sie Rahmen, Gabel und die  Felgenflanken mit Wasser und Spülmittel oder speziellem Fahrradreiniger. Suchen Sie dann nach  Rissen oder  Verformungen, auch am Lenker neben der Vorbauklemmung und an der Sattelstütze. Verdächtige Stellen sollten im  Fachhandel überprüft werden.

2 Schraubverbindungen

Sitzen alle Schrauben fest? Ziehen Sie alle Schrauben nach – aber nicht zu stark. Die Kraft einer Hand reicht dazu in der  Regel aus.

3 Kette

Säubern Sie die Kette mit einem Tuch von grobem Schmutz. Dann schmieren Sie die Kette mit Kettenöl oder Kettenfließfett von innen an den Laschen.  Drehen Sie die Kurbel, damit sich das Öl verteilt, den Überschuss wischen Sie ab.

4 Beleuchtung

Funktionieren Scheinwerfer und Rücklicht? Kontrollieren Sie, ob die Stecker des Lichtkabels an den Leuchten und am Dynamo festsitzen. Sind die vorgeschrieben Reflektoren vorn, hinten, an den Pedalen und in den Speichen vorhanden und sauber? Speichenreflektoren sind nicht nötig, wenn die Reifen einen Reflexstreifen haben.

5 Reifen

Reifen mit zu niedrigem Luftdruck  fahren sich schwerer und  gehen schneller kaputt. Der Mindest- und  Maximalluftdruck steht auf der  Reifenflanke.

Stecken Fremdkörper wie Scherben oder Dornen im Reifen?

Heraus  damit! Lässt sich das Reifenprofil kaum noch erkennen oder scheinen schon Fäden durch, muss der Reifen gewechselt werden. Sind Risse in der Lauffläche oder an den Flanken zu  sehen? Kleine Risse sind noch unproblematisch, werden sie aber größer, können sich Fremdkörper darin sammeln und Pannen verursachen. Dann sollten Sie die alten Reifen gegen neue  Reifen mit Pannenschutz tauschen. Platte Reifen pumpen Sie auf und beobachten über einige Tage, ob die Luft hält. Wenn nicht, ist ein kleines Loch im Schlauch. Beim  Flicken immer auch den Reifen auf eingedrungene Fremdkörper kontrollieren!

6 Laufräder

Prüfen Sie, ob eine Speiche gerissen oder locker ist, indem Sie benachbarte Speichen mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken. Eine ungleichmäßige Speichenspannung und gerissene Speichen ziehen auf  Dauer  weitere Defekte nach sich. Hat die  Felge einen Schlag? Halten Sie  einen Schraubenzieher so, dass die  Spitze etwa zwei Millimeter Abstand zur Felge hat und drehen Sie das Rad. Sind deutliche Ausschläge zur Seite zu sehen oder schleift die Felge sogar am Bremsklotz, sollte das Laufrad zentriert werden.

Haben die Naben Spiel? Versuchen Sie, das Laufrad quer zur Laufrichtung hin- und her zu bewegen. Spüren Sie dabei ein Rucken, hat das Lager Spiel und muss eingestellt werden.

7 Schaltung

Seilzüge und Außenhüllen sollten ohne Knicke oder Beschädigungen verlaufen. Die Schalthebel oder Drehgriffe müssen sich leicht betätigen lassen, ansonsten benötigen die Seilzüge etwas dünnflüssiges Öl. Hilft das nicht, müssen sie getauscht werden.

Läuft die Kette nicht sauber über die Ritzel oder fühlen sich einzelne Gänge hakelig an, kann sich die Kabelspannung verringert haben. Bei Kettenschaltungen kann mit der Schraube am Schalthebel, aus der der Seilzug austritt, die Spannung angepasst werden. Hilft das nicht, ist vielleicht Verschleiß die Ursache, dann finden Sie im Fachhandel Hilfe.

Bei Nabenschaltungen gibt es je nach Modell verschiedene Mechanismen, um die Kabelspannung einzustellen. Sehen Sie in die Gebrauchsanweisung oder fragen Sie im Fachhandel nach.

8 Bremsen

Bremsklötze müssen getauscht werden, wenn die Querrillen nicht mehr deutlich zu erkennen sind oder sich eine Kante ein gebremst hat. Die Bremsseile sollten Kappen an den Enden haben und nicht ausgefranst sein. Beschädigte oder geknickte Außenhüllen sollten ausgetauscht werden.

Die Bremsarme sollten sich leicht bewegen lassen, die Seilzüge leicht in der Hülle laufen. Ist das nicht der Fall, müssen die Seilzüge geölt und die Bremssockel gefettet werden. Bei hydraulischen Bremsen muss bei maximaler Handkraft noch mindestens ein Finger zwischen Bremshebel und Griff passen – sonst muss die Bremse entlüftet werden.

9 Steuersatz

Ein lockerer Steuersatz stört das Fahrverhalten und geht schnell kaputt. Stellen Sie sich neben das Rad, ziehen Sie die Vorderradbremse und schieben Sie dabei das Rad vor und zurück. Gleichzeitig nehmen Sie die untere Lagerschale zwischen Daumen und Zeigefinger. Spüren Sie ein Rucken, muss der Steuersatz nachjustiert werden.

 

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https://dinslaken-voerde.adfc.de/artikel/ferienaktivitaet-fahrrad-werkstatt-des-jungenarbeitskreises-dinslaken

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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