Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsverein Dinslaken-Voerde e. V.

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water-732023_1280 © Bild von Markus Lindner auf Pixabay

KW23-24 Gemen 95Km

Heute stand wieder ein Ziel im schönen Münsterland auf dem Plan. Genauer gesagt das Wasserschloss Gemen bei Borken. Und der Wettergott hatte auch ein Einsehen und das passende Wetter für diese Tour bereit gestellt. Na dann mal los!

Einkehrprobleme

Die Rundfahrt am Donnerstag, 23 KW, führte nach Gemen, einem Stadtteil von Borken. Der Streckenlänge wegen und an Infaulentia leidend nahm ich von einer Vortour Abstand. Warum auch Vortour? Die noch vom Großen Tourenleiter, Jürgen Wagner, stammende Strecke sollte wohl auch von B nach A gut befahrbar sein. Natürlich ging es über Raesfeld, den Ort, den wir erst vor kurzem angesteuert haben. Bis dahin waren es Wege, von denen in dieser Berichtsfolge schon berichtet wurde. Wiederholung sei die Mutter der Wissenschaft, sagten einst die Alten Römer, doch das kann Langeweile erzeugen, also verbreite ich mich nicht noch einmal über den Weg, belasse es bei der Bemerkung, „der Weg war suppi“, die Sonne schien, der Wind wedelte sanft umher.

Kuchenessen sollte nun bei der Pause am Schloss Raesfeld nicht sein, nur WC-Besuch war gewünscht und möglich. Den „Boxenstopp“ versuchte ich noch mit Bemerkungen zu und über die Renaissance kultiviert aufzupeppen, denn Kulturbanausen sind wir nun doch nicht. So wies ich darauf hin, dass das Schloss in diesem Baustil errichtet sei. Zügig ging es weiter nach Gemen. Felder, Wald und Wesen durchquerten wir bei strahlendem Sonnenschein und annehmbarer Temperatur. Manche der Mitradelnden schienen sich in Gemen besser auszukennen als ich. Trotz der sich daraus ergebenden, kleinen Unstimmigkeiten kamen wir an der Burg an, die heute eine Jugendbildungsstätte des Bistums Münster ist, bekannt als „Jugendburg Gemen“. Die Mitfahrerin NN1 sei hier einst, „vor hundert Jahren“, einmal gewesen, berichtete sie. Hätte ich ein Vortour gemacht, hätte ich mich über die Burg wohl genauer informiert. Aber: Hatte ich nicht.
So statteten wir dem Burghof nur einen Besuch ab, umradelten die Burganlage auf lauschigem Weg vom Navi geführt und landeten auf einmal auf dem Industriegelände von Borken. Nachdem wir eine größere Schlammpfütze überwunden hatten, in der sich Rotten von Wildschweinen hätten suhlen können, kamen wir endlich nach 43 km an den Fischteichen an, bei denen in meiner Erinnerung ein Restaurant normalerweise auf Gäste wartet. Ja, es war geöffnet, doch es gäbe nur Getränke, erfuhren wir. Hätte ich doch nur eine Vortour gemacht!!
Was nun? Fahren wir nach Heiden, dem nächst gelegenem Ort, meinte NN1. Auf zum Teil recht strubbeligem Pfad erreichten wir eine ehemalige Panzerstraße, wandten uns nun gen Süden, jedoch an Heiden vorbei, als hinter Marbeck mit einem verlockenden, großen Schild ein Restaurant auf sich aufmerksam machte. Hungrig wie wir waren, hetzten wir dort hin. Und es war geschlossen! Auch die nächste Pinte, irgendwo in der Pampa, war dicht. Personalmangel, Corona, Urlaub? Egal, es gab eben nichts.

Wir strampelten bzw. ließen uns mit elektrischem Rückenwind weiter nach Süden schieben, ja, es fuhr sich auf meinem Schleichrad gar wunderbar, als ob es bergab ging. Und so ist es auch: Ist die Landschaft eben und man fährt nach Süden, geht es leicht, gleichsam bergab. Warum? Weil wir eben nach Süden fahren. Da liegt doch München unten („da unten regnet es“) und Hamburg z.B. oben („hoch oben im Norden ….). Also fuhren wir „runter“.

Allmählich wurde die Gegend wieder vertrauter. NN2 hatte auf einen Gartenbaubetrieb hingewiesen, in dem man sich be- und verköstigen könne. An dieser führte uns glücklicherweise der vom Navi gewiesene Weg vorüber.
Pause. In der Sonne sitzen, Eis essen, Kaffee trinken und Küchelchen essen, das hob nach den frustigen Restaurant-Erlebnissen wieder die Stimmung. NN2 verabschiedete sich in Schermbeck, andere wollten da ein Eis essen und das, wie ich vermutete, weil sie ihren Akku aufladen wollten oder mussten, wieder andere trennten sich in der Nähe vom Meesenhof von der Gruppe. Sie zerbröselte so, wie das häufig geschieht. Als ich dann vor der heimatlichen Haustür stand, zeigte mein Tacho 95 km an. Eine reizvolle Sommertour war das denn doch geworden – ohne Vortour.


Text PDs

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