KW24-26 Fronleichnamsfahrt 27KM - ADFC Dinslaken-Voerde

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsverein Dinslaken-Voerde e. V.

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KW24-26 Fronleichnamsfahrt 27KM

Der Feiertag, eine indifferente Wetterlage und etliche andere Gründe sorgten dafür, dass es heute nur eine kurze Tour mit einigen ausgesuchten Teilnehmern gab. Aber schön war's trotzdem.

Schwein gehabt

Worte zur Rundfahrt KW23/26
Am Do, Kw 23/26 war ich als Vorfahrer gefordert, da niemand „hier!“ geschrien hatte. Als ich mich, der Gewohnheit folgend kurz vor dem üblichen Starttermin zur Schrottsäule begab und ob des Feiertags hunderte Radfahrwillige erwartete, stand ich statt dessen auf einmal auf einem menschenleeren Platz, nur ein Brötchenholer radelte auf einem schrottigen Zweikreiser vorüber. Schon zog ich in Erwägung, mal eben zu den anderen Zusteigepunkten zu flitzen, als sich dann doch noch zwei einfanden, die auf die donnerstägliche Rundfahrt zu verzichten nicht gewillt waren. Also war ich als Vorfahrer gefordert.
„Nun wird uns wohl,“ überlegte ich bei mir, „die große Masse Radler auf dem Altmarkt in Dinslaken erwarten“. Nein, war nicht! Lediglich zwei gelb Bewestete harrten unser an diesem Treffpunkt. MonCheri-Gerd war dabei, der mit Pralinen unsere Motivation anzukurbeln versuchte. Er hatte Erfolg. Wir radelten los, an der Straße nach Hiesfeld entlang. Warum dort und nicht auf den Neben- und Schleichwegen durchs Thyssengelände und am Rotbach entlang? Antwort: Es herrschte wenig Verkehr und damit geringerer Lärm. Zudem konnte ich als Schleichradfahrer den Rückenwind etwas genießen.
An der Wassermühle saßen zwei uns bekannte Zivilisten, Menschen ohne gelbe Weste. Fast wäre ich, sie freundlich grüßend, den Anweisungen meines Navis folgend vorübergefahren. Also zogen sie unserer ADFC-Regel folgend, die Weste über. Es konnte losgehen. Ich äußerte jedoch meinen Wunsch, die Rundfahrt abzukürzen, bei Bruno und dem Meesenhof vorbei nach Hünxe zu fahren und von dort aus nach Hause. Allgemeines Kopfnicken. „Können wir,“ sprach einer der beiden Herzugekommenen, “können wir nicht auch Heinz besuchen? Der hat sechs Wochen im Krankenhaus gelegen, seit ein paar Tagen wieder zuhause… “. Wir erfuhren ein Stück von Heinz‘ Krankengeschichte, und, nicht nur weil wir bei ihm einmal mit Kartoffeln eingedeckt wurden, sondern weil er sonst immer mit uns radelte, man war sich schnell einig: Wir besuchen den Rekonvaleszenten Heinz, selbst wenn die zu radelnde Strecke
damit kürzer wurde.
So ging es nun am Rotbach weiter. Zahlreiche Hunde begegneten uns, die ihre Besitzer ausführten, hin und wieder mal ein paar Menschen auf dem Fahrrad, eben wie wir. An Brunos Grab am Keilerweg legten wir eine Pause ein, eine kurze, denn wir hatten erst ein
paar Kilometer zurückgelegt. Schon ging es auf dem Bergschlagweg bergab Richtung Bruckhausen. Den Weg zu dem landwirtschaftlichen Betrieb von Heinz kannten wir. Nachdem wir uns dort bemerkbar gemacht hatten, begrüßten er und seine Frau uns mit Feuerwasser im unteren Prozentbereich. Mitfahren könne er vorerst nicht, bedauerte er, gleichwohl befinde er sich auf dem Weg der Besserung. Unten am Ende des Bergschlagweges bogen die Dinslakener Richtung Lohberg ab, wir Übrigen fuhren weiter bis in die City von Voerde. Am Ende waren es statt der ursprünglich geplanten 55 km, die wir um 16 Uhr abgefahren hätten, jetzt um 12.30 Uhr nur 27 km.
Und um 13 Uhr schüttete es vom Himmel, um 15 Uhr folgte ein Gewitter, aber wir waren zuhause. Wir hatten Schwein gehabt.

Text:PDs

Bilder: ab  + hs

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