Mobiles Dixiklo

Mobiles Dixiklo © ADFC Dinslaken-Voerde

Pfützchen- und Naviprobleme - 10. KW 2022

 

Nach Süden sollte es am Do in der 10.Woche nal gehen, weil die letzten Wendepunkt eher im Norden lagen. Dazu ist zu sagen, dass ich bei zwei Vortouren den anvisierten Wendepunkt Gartencenter Schlösser nicht erreicht hatte. Wieso nicht?

 

Einmal suchte ich einen anderen Weg. Der führte durch Obermarxloh, Neumühl und andere Stadtteile. Er war, das zeigte sich sehr deutlich, für eine Gruppe Radfahrer nicht geeignet; ein andermal hatte ich die Navi-Anzeige falsch interpretiert. Aber: Wozu Navi, wenn Du doch die Gegend kennst? Richtig: Das trifft für Duisburg, Gladbeck, Rees usw. einigermaßen zu, aber wenn ich einhundert Personen im Schlepp habe, einfach herumgondeln? Geht nicht. Im Bild gesprochen: Da ist ein Beutel voller bunter Fädchen, also bekannte und gefahrene Wegstücke. Die knüpfe zu einer Rundfahrt, zu einer Tour zusammen: ein rotes, schwarzes, blaues ….. Fädchen. Diese bunte Reihe, zum Teil bekannte Wege, lade ich auf mein Navi, und los geht es. Passe ich aber mal nicht auf, verliere den richtigen Faden, weil mir ein anderer in den Sinn kommt. Schon gibt’s ein Problem. Siehe unten.

Also Schlößer ohne Vortour. Die mir vorliegende Strecke hatte ich vor acht Jahren aufgezeichnet.

Als wir den Altmarkt in Dinslaken verließen, waren wir 19 Personen. Mein Navi zeigte eine Tour, die ich hier und jetzt aber nicht fahren wollte. Ein anderer Weg sollte es sein. Ich kannte mich hier ja aus. Wir umfuhren den Volkspark Schwelgern auf der Willy-Brandt-Straße, bogen dann zum Alsumer Berg an. Dort war die erste 15-Minuten-Pause. „Herren rechts, Damen links!“ sprach ich laut vernehmlich zu den Haltenden, die ein Pfützchen machen (=Pm) wollten. „Typisch Mann,“ sprach NN nach links deutend, „da sind schon welche.“ Was tun? Soll ich die Ungehorsamen PM1) mit Entmannung drohen?

Dieses Problem ließ mir keine Ruhe und es ergaben sich nach längerem Nachdenken  drei Möglichkeiten: PM rufen laut „Pm“, wenn es drängt. Das kann jedoch in Marxloh z.B. zu Schwierigkeiten führen. Möglichkeit zwei: Man/frau sucht mit Hilfe der Satellitenkarte Pm-Plätze und teilt dem TL mit, z.B. bei Km 15,3 ist ein Pm-Platz. Möglichkeit drei: Vielleicht haben wir einmal ein Lastenfahrrad oder Anhänger, auf dem wir dann ein DIXI-Klo mitführen. Auf alle Fälle müsste dieser Themenbereich ein Modul in der Ausbildung zum „lizensierten ADFC-Touren-Guide“ werden!

Alsbald erreichten wir die A-42-Brücke. Da teilte mir das Navi mit, dass die Tour 7km hinter uns läge. Drüben angekommen bat ich die mir Folgenden, mal eben zu stoppen, weil bei meinem Navi etwas nicht stimmte. Derweil ich das Problem anging, querte die Schar meiner Bitte ungeachtet zügig die Rheindeichstaße, zum Hegentweg, einem Weg, den wir zugegebenermaßen oft schon gefahren sind, aber heute nicht! Ich hatte die „Fädchen“ anders aufgereiht. 

Von „verkehrsarmen Wegen“ konnte nun allerdings keine Rede sein. Einen Wendehammer umfuhren wir, weil die vorgegebene Abzweigung ein leicht zu übersehender Pfad war. Doch schließlich hatten wir das Gartencenter erreicht. 

Die vorgesehenen Pause von 45 Minuten erwies sich als zu kurz. So kam es zu „Verzögerungen im Betriebsablauf“. Nicht das unübersehbare Angebot  war die Ursache, sondern das Bedürfnis, genüsslich etwas zu verspeisen und zu kommunizieren. Nun ging es wieder nach Norden auf vorgegebenem, vom Navi angezeigtem  Weg, teil durch Feld und Wäldchen zum Baggerloch, in dem von 1969 bis 1992 Kies abgebaut wurde. Heute heißt das 23 ha große Loch „Üttelheimer See“. Und siehe da: schließlich kamen wir wieder auf den Hegentweg, auf den des Morgens schon viele eingebogen waren. Am Rheinuferweg stand erwartungsgemäß wieder der Eiswagen und vor ihm eine Reihe Eisbegieriger. Wir radelten indes durch bis Orsoy, querten dort den Rhein und waren nach 68 km wieder in Voerde, nachdem sich hier und das schon so manche*r verabschiedet hatte.

1) Pfützchenmacher oder auch „Pinkler“

 

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Pause am Baggersee

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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