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KW50 Xantener Weihnachtsmarkt 60Km

Die Weihnachtsmarkttouren lassen nicht nach! Heute war Xanten an der Reihe.

Interessant wie „der Sack Reis in Shanghai“

Das Folgende soll nun kein Bericht sein, schon weil dem Ganzen die dafür nötige Genauigkeit fehlt. Erzählen will ich eben nur von unserer Rundfahrt am Donnerstag, 50 Kw., deren Wendepunkt, nicht das Ziel, Xanten war, wo man der Saison entsprechend ein Weihnachtsmarkt aufgebaut hatte.

Auf der Fahrt ist nichts passiert, sieht man einmal davon ab, dass NN1 nach 3,2 km mit dem Vorderrad den vor ihm fahrenden Zweikreiser touchierte und zu Fall kam. „Nein, es nichts gebrochen, nichts kaputt,“ beteuerte er, ehe er den Schaden an seiner Hose gesehen hatte. Hundert hilfreiche Hände halfen ihm wieder auf die Beine. Aber, um bei der Wahrheit zu bleiben, denn die Erzählung soll ja nicht zu einer „Fakenews“ mutieren, es waren bei achtzehn anwesenden Personen allenfalls sechsunddreißig hilfreiche Hände, tatsächlich aber nur vierunddreißig, denn ich als Vorfahrer hatte den Sturz hinter mir wohl akustisch vernommen, griff jedoch nicht auch noch hilfreich zu. Ich stand einfach etwas untätig herum, während die anderen an dem Vorfall, zum Teil aktiv, Anteil nahmen. „Gut, dass ich den Helm auf hatte,“ meinte NN1, „sonst hätte …“. Die leicht blutende  Schürfwunde am Bein versorgte NN2 fachfraulich. Um es gleich zu sagen: Das war der einzige Unfall, Aber noch einmal abgesehen davon, dass NN3 beim Start vom letzten Stopp von der Pedale abrutschte, wie man mir sagte, und zu Boden fiel. Folgenlos.

Am Lippeschloss gesellten sich noch ein paar Radelwillige zu uns, so dass wir nun mit zweiundzwanzig Personen den Rhein überquerten, dessen derzeitigen Wassermassen ihn zu einem gewaltigen Strom hatten werden lassen, dessen ursprünglichen Ufer kaum zu erahnen sind.

Nachdem wir durch den nördlichen Teil von Büderich gefahren war, radelten wir anders als gewohnt diesmal im Norden an dem Baggerloch von Menzelen vorüber, das auf der Karte euphemisch als „Freizeitsee von Menzelen“ bezeichnet wird. Natürlich war dort bei diesem etwas diesigem Wetter jetzt im Dezember nichts los.

Bei Kilometer 21,9 legten wir eine Pause ein, obgleich ein kaltes Lüftchen über die Felder strich, ein Schutz dagegen auch nicht vorhanden war, so dass von Gemütlichkeit überhaupt nicht die Rede sein konnte. Aber hier halten wir eben, wenn nicht immer, so doch meistens. NN4 zauberte selbst gebackenen Lebkuchen und ein Flasche Eierlikör hervor, den sie, wie sie allen mitteilte, ebenfalls selbst hergestellt hatte, MonCheri wurde gereicht, und ich hatte noch eine Menge Mozartkugeln dabei, Reste einer milden Gabe einer Radlerin, die nicht hatte mitfahren können. Kurz: eine Saus-und-Braus-Pause war es, wie jemand anmerkte.

Weiter ging es durch die niederrheinische Einsamkeit über Hügel, Reste der letzte Saalekaltzeit vor 250000 Jahren, nach Xanten. Dort parkten wir brav die Räder auf einem Radabstellplatz hinter den Buden, die auf dem Markt aufgebaut waren. Weihnachtsmarkt – auch dieser, wie alle in der BRD „schööön“. Eine nähere Beschreibung dürfte sich erübrigen, weil man auf einem sicher schon mal gewesen ist, und wer war das noch nicht?

Nach 45 Minuten ging es nun Richtung Heimat, kulturbanausisch zügig vorbei am Amphitheater von Birten. So ganz kulturbanausisch war das jedoch auch wieder nicht: Wir hatten früher dort, bei angenehmeren Wetter, schon einmal einen Stopp eingelegt und den Alten Römern ein paar Gedanken gewidmet.

Weil der Rhein über die Ufer geschwappt war, hätten wir auf dem üblichen Weg fahrend wohl gerade den Kopf über Wasser haltend, nach Luft schnappend, da radeln können. Sicherlich kein besonderes Vergnügen. So blieb uns nichts anderes übrig, als eine Zeit lang an stark befahrenen Straßen entlang zu fahren, bis wir dann endlich wieder der Weg am Deich bis zum letzten Boxenstopp benutzen konnten. Dort gab es die Reste der Saus-und-Braus-Pause, und man stellte sich auf, um ein Foto zu machen, evtl. für die Zeitung. Nun ist es aber leider so, dass der bekannte Sack Reis, der in Shanghai umgefallen sein soll, oder die Katze, die mal vergessen wurde und der Hund, den jemand geklaut hatte für Zeitungsleser offenbar mehr Relevanz hat als ein radelnde Gruppe gelb Bewesteter. Also werden Zeitungsleser von uns nichts erfahren, allein die Besucher und Besucherinnen unserer Internetseite haben dann an der Stelle einen Informationsvorsprung.

Hier, mit dem letzten Boxenstopp an der Brückenruine von Wesel, endete denn offiziell die Rundfahrt. Die Gruppe zerbröselte nach Wesel, Dinslaken und Voerde, so dass ich ohne Begleitung nach 56 km zwischen den Weihnachtsbuden vor dem Rathaus in Voerde landete.

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