KW22-24 Raesfeld 67Km - ADFC Dinslaken-Voerde

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsverein Dinslaken-Voerde e. V.

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Titelbild © ADFC Dinslaken-Voerde, ab

KW22-24 Raesfeld 67Km

Eine "kurze" Tour soll es heute werden. Gemäß der getroffenen Entscheidung vom letzten Radlertreff war es diesmal eine Rundfahrt, die uns einiges weniger als 80 Kilometer auf den Tacho gemeißelt hat. Interessant war die Fahrt aber trotzdem!

Alles bekannt - Von und nach Raesfeld

Es war eine großartige, phantastische und beeindruckend interessante Tour am Donnertag, Kw 22/4, Uff! Wieso? mag jemand fragen. Kennen wir doch alle Wege! War das nicht eine ganz normale Donnerstag-Rundfahrt? Nun, wenn man ein Auto (Karre auf vier Rädern) beschreibt, das sei ein „Entertainer, …, Charismatiker, der Bauch fährt mit und spürt, dass Sound, Charakter …. von dieser Explosionskraftmaschine stammen“, die „charismatisch röhrt“ (NRZ 20.3.21 über BMW- M4), warum kann ich da nicht auch mal eine schöne Rundfahrt verbal noch etwas aufpeppen?

Dann können sich die etwas mehr ärgern, die die schlappen 65 km nicht mitgefahren sind: „Wären wir doch…, hätten mit anderen kommunizieren können, hätten auch einmal kurz des Waldes Stille erlauschen können und dann hätten wir auch noch etwas abgestaubt. Ätsch! War nicht. Nun zu der Rundfahrt:

Als wir am Jakobsbrunnen im Dämmerwald ankamen, erwartete NN uns. Sie war nicht wie einige von uns in Drevenack bei EDEKA zu uns gestoßen, sondern hier. Hier an dem Brunnen war denn auch eine kleine Pause, ein „Boxenstopp“ vorgesehen, bei dem wir ein kleine Weile, vielleicht viel zu kurz, schweigend in die Stille des Waldes hineinlauschten: Irgendwo im fernen Äther das Geräusch eines Flugzeugs, aber sonst nichts, kein Piep und schon gar nicht das Röhren eines Hirsches, das zu vernehmen uns schon mal auf den „Peterchens Mondfahrten“ vergönnt war**; bei solchen Rundfahrten halten wir gewöhnlich, nächtens in der tiefsten Finsternis just an dieser Stelle, am Jakobsbrunnen. Heuer war es dagegen hell, die Sonne schien hin und wieder, Wolkenballen trieben am Himmel dahin, leichter Wind umsäuselte uns, und der Regen mit Blitz und Donner, den die Wetter-App und das Radio angedroht hatten, suchten vermutlich andere Orte heim wie z.B. den Süden der Republik.

Weiter ging es durch die mai-frisch ergrünten Felder und Wiesen. So radelten wir munter nach Raesfeld, wo wir die Gastronomie etwas zu beleben gedachten.

Doch tausend Radfahrer waren schon vor uns dort eingetroffen, denn es war ja in NRW ein Feiertag, und sie hatten freundlicherweise auch noch Plätze für uns frei gelassen. Zuvor hatten wir den Wildpark durchquert, ohne dass sich jedoch eine wilde Sau, ein „scheues Waldtier“* oder ein Damhirschlein hat sehen lassen. Sie erfreuen sich dort in dem umgatteten 100-ha-Gelände bekanntlich als potentielle Jagbeute irgendwelcher Jäger ihres Daseins.

Nach der Pause am Schloss, was zugleich Wendepunkt unserer Rundfahrt war, geleitete ich die Schar zum Informationszentrum HOHE MARK, in dem jede wie jeder von uns ein Lenkertäschchen mit Informationsmaterial über den Naturpark erhielt. Leider war ob des Feiertages kein kompetenter Mensch vor Ort, der uns Näheres über den Park hätte sagen können.

So zogen wir, immerhin materiell etwas bereichert, weiter gen Heimat. Steht doch da am Wegesrand ein Shoppincenter? Natürlich nicht: Eine Hütte, aus und in der man wie frau sich mit Marmlade, Kartoffeln, Eiern usw., Früchte aus der nahen Region, eindecken kann. Gestoppt, getan, schon kann es weiter gehen.

Es kommt nun, wie es immer kommt: Hier und da verabschiedet sich jemand vorzeitig, um einen kürzeren Heimweg zu fahren oder einen, am Weg wohnenden Menschen zu besuchen. Eine kleine Vorfahrt übernahm Karl-Heinz gegen Ende der Rundfahrt netterweise, da ich mit dem nordöstlichen Stadtteil Wesels nicht so vertraut bin.

Am Schloss, über dem Lippeufer, beendet ich meine Vorfahrerfunktion. Letztendlich sind wohl alle zuhause ohne meine Führung angekommen; jedenfalls habe ich bislang nichts Gegenteiliges vernommen.

*Kreuzworträtsel: Reh

** da war auch kein „charismatisches Röhren“ eines BMW-M4

Text: PDs; Fotos: A.B.

Hinweis:

Diese Rundfahrt will ich im Rahmen einer Werbeaktion des Naturparks HOHE MARK am Samstag, 8.Juni, noch einmal bis Raesfeld fahren. Geplant ist, dass ab Schermbeck ein Wald-Sachverständiger uns begleitet, um uns über Wald und Heide detaillierter als Wikipedia zu informieren. Von Raesfeld aus geht es dann nicht über Wesel, wie oben beschrieben, sondern über Erle zurück. Abfahrt 10 Uhr Voerde, 10.55 Uhr Schermbeck. Am Shoppingcenter

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Viel Spass bei der hoffentlich kurzweiligen Lektüre

:-)

 

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