
KW31-26_Titelbild © ADFC Dinslaken-Voerde, wb
KW31-26 Besuch des Zechenparks in Kamp-Lintfort 53KM
Das Highlight dieser Saison war zweifelsohne der Besuch des Zechenparks in Kamp-Lintfort. Und das Wetter hat auch noch mitgespielt. Danke an unseren Vorfahrer Hans Zöllner, der diese Tour aus dem Ärmel seines Pütthemdes gezogen hat.
Weil für den heutigen Tag mal wieder Temperaturen jenseits der 30°C-Grenze vorhergesagt waren, wurde der Start an der Schrottsäule in Voerde um eine Stunde vorgezogen. Also startet ein Grüppchen von 16 Radlern um 9:00 Uhr auf den Weg. Das Ziel war nicht der Hades aus der griechischen Mythologie, aber etwas unterirdisch sollte es trotzdem werden, nämlich der Lehrstollen im Zechenpark Kamp-Lintfort
Schnell ging es durch Möllen und Eppinghoven und dann durch die Rheinauen zum Walsumer Fähranleger. Dort wurden wir bereits von einer fröhlichen Gruppe Zusteiger erwartet, die uns mit großen "Hallo" begrüßte.
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, hat sich die nunmehr 24-köpfige Radelgruppe auf die Fähre eingeschifft und den schmal gewordenen Gevatter Rhein in nullkommanix überquert. Von Orsoy aus radelten wir durch den Ortsteil Orsoyerberg und vorbei am Lohheidersee.
Nach gut 15 Kilometern geschwinder Fahrt war nun Gelegenheit für ein kleines Päuschen, die wir ein wenig abseits an einem ruhigen, aber nicht stillen Örtchen wahrgenommen haben. Aber nach 15 Minuten war es wieder Zeit für den Ernst des Radlerlebens, darum wurde die Knifte wieder eingepackt, aufgesattelt und weiter geradelt.
Es ging weiter in südwestlicher Richtung bis zur Halde Pattberg, die wir an der Südseite umrundet haben. Von dort aus war es nur noch ein Katzensprung, bis der Förderturm der ehemaligen Zeche Friedrich-Heinrich in Sicht kam und wir die Anlagen um den dortigen Lehrstollen erreichten.
Nach der Ankunft haben wir uns in zwei Gruppen Besichtigungswilliger aufgeteilt und im Wechsel den Förderturm und den Lehrstollen unter sachkundiger Führung besichtigt. Die Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die uns begleiteten, waren alle ehemalige Kumpel mit Untertage-Erfahrung und mit Herz und Seele im ehemaligen Zechenbetrieb verankert. Da kam mit dem einem oder anderen Besucher aus unserer Gruppe, der ebenfalls "Unten" malocht hat, so manches Pläuschken auf.
Nachdem wir uns mehrere Stunden im Zechenpark aufgehalten hatten, wurde wieder zum Aufbruch gerufen. Der Abschied wurde stilgerecht mit einem "Glückauf" vollzogen und schon waren wir wieder auf der Piste. Mittlerweile hat sich der Himmel zugezogen, es wurde windig und es fiel ein wenig Wasser vom Himmel. Immerhin war der Regen warm.
Der Rückweg bedarf keiner sonderlichen Beschreibung; es war im Grunde der Hinweg, nur umgekehrt.
An dieser Stelle ein Riesendank an Hans Zöllner für diese Tourenidee. Das schien für alle Teilnehmenden eine Riesegaudi gewesen zu sein und ein wenig konnten wir ja auch dazu lernen. Man weiß ja nicht, wie lange es noch Leute geben wird, die die Bergmannstradition pflegen und noch authentische Geschichten von Untertage erzählen können.
Wie gut es unseren Teilnehmern gefallen hat, erkennt man daran, das sehr viel fotografiert worden ist. Ich habe insgesamt mehr als 130(!) Fotos eingesammelt und stelle sie weiter unten in 7 Fotogalerien vor. Da hat der Betrachter alles auf einem Haufen.
Viele Grüße
Wolfgang
Text: wb
Bilder: ab, ch, ek, hw, rm, wb, webe, ws
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