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FFF - Eine Demo - nicht in Voerde!

 

FFF ist in unserem Städtchen Voerde noch nicht angekommen. Da gibt es noch keine Aktionen wie in einigen anderen Städten der Republik, ein FFF ist nicht einmal angedacht. Vielleicht finden sich charismatische Personen, die FFF ...

 

FFF1) ist in unserem Städtchen Voerde noch nicht angekommen. Da gibt es noch keine Aktionen wie in einigen anderen Städten der Republik, ein FFFiV2) ist nicht einmal angedacht. Vielleicht finden sich charismatische Personen, die FFFiV dereinst einmal anleiern. Ich bleibe bei der Ist-Situation: Da stand ich, wollte mich, vielleicht mit anderen, zu einer FFF-Demo in OB-Sterkrade aufmachen. Einsam und verlassen stand ich vor der VB, blickte mit Tränen verhangenem Blick umher, ob sich nicht doch jemand erkühnt3) hat, mich dort hin zu begleiten. Da trat einer herzu. Wer war’s?  Der Große Obertourenleiter Jürgen. Er reichte mir ein Tüchlein, die Tränen von der Wange zu wischen. „Leider“, so sprach er vorschriftsmäßig maskiert, „ist es mir noch nicht möglich, Dich zu begleiten.“ Er war indes hoffnungsvoll, das heißt, wenngleich negativ, positiv gestimmt, was seinen Gesundheitszustand anbelangte. Von ihm mit guten Wünschen versehen schwang ich mich auf mein SimpelStahlrösslein und wandte mich Dinslaken zu. 

Dort auf dem Altmarkt saßen ein paar ältere Herrschaften  am Brunnen, während um sie herum Stände zusammengeklappt, Planen eingerollt und Blumen auf Anhängern verstaut wurden, kurz man wuselte umher und räumte ein. Aber niemand schickte sich an, sich mir kühn zuzugesellen. So radelte ich bei Sonnenschein und frühlingshafter Kühle auf dem Track, den ich auf meiner inneren Landkarte gespeichert hatte, gen Sterkrade. Röhrenwerk, Barmingholten, HOAG-Trasse – alles be-

kannte und schon oft von uns befahrene Wege, wie Ihr problemlos auf dem Euch zugegangenem Track nachprüfen könnt.

Am Bahnhof Sterkrade hatten sich schon fünfzig Fahrradfahrer eingefunden. Polizei und Ordnungsamt waren nicht nur zugegen, sondern achteten auf die Einhaltung der derzeit

gültigen Hygienevorschriften. Schon glaubte ich, Teilnehmer einer kleinen Mini-FFF-Demo zu sein bzw. zu werden, als im Laufe der nächsten zehn, fünfzehn Minuten noch mehr Radfahrer*innen, viele mit SimpelRädern, Liege-, wie Lastenräder ankamen, manche von Zwergen begleitet, die auf kleinen Rädchen umherflitzten. Einige Fähnchen und Miniplakätchen waren zu sehen oder wurden verteilt. Kurz: Es wurde, so sah es für mich zunächst aus, ein Demonstratiönchen oder „Demöchen“ mit sehr unterschiedlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Endlich verkündete einer der Organisatoren/-innen per Megaphon, wie man sich zu sortieren habe, dass die Zwerge vorn, die Tattergreise dahinter – ich nicht! – und dann der Rest. So solle man munter bimmelnd und lärmend dem voran fahrenden blaulichtigem Polizeiwagen folgen. Der Megafon-Fuzzi forderte derweil alle auf, Radau zu machen, und er schmetterte immer aufs Neue den tiefsinnige Spruch „wir sind hier und laut, weil man uns die Zukunft klaut“; mitunter waren’s auch „die Bäume“ die erbeutet werden sollten.

Inzwischen war aus dem Demonstratiönchen eine richtiggroße Demo geworden. Das Ende der Fahrradkolonne entzog sogar sich meinen Blicken. Es mögen wohl mehr als fünfhundert Menschen gewesen sein; mit so vielen hatten die Organisatoren/-innen nicht gerechnet, wie sie mehrfach beteuerten. Drei oder vier Kilometer ging es durch den Stadtteil von

Oberhausen, bis man einen Platz in der Nähe des Autobahnkreuzes erreicht hatte, auf dem alle sich verteilten, wieder mit Maske versehen und zur Distanzhaltung aufgefordert. Spruchbänder wurden entrollt, auch die Linken forderten mit einem nicht besonders kunstvoll gestalteten zu einer Systemänderung auf.

Dann begrüßte jemand vom BUND die „Masse“ und übergab das Megaphon einem sachkundigen Menschen, der darüber informierte, wie viel von dem sowieso geringem Baumbestand im Stadtgebiet von OB abgeholzt werden sollte und welche Konsequenzen das für die Bewohner*innen, für Fauna und Flora haben würde.

Als dann eine junge FFF-Aktivistin das Wort, nein, das Megaphon ergriff und anhub, Phrasen und bekannte Überschriften herum zu schreien, last not least das Impfchaos zum kleinen Thema machte, beendete ich für mich die Demonstration und radelte durch die Hühnerheide über Hiesfeld und Dinslaken nach Voerde.

Es lohnt sich übrigens, sich auf einer Karte die Lage des Autobahnkreuzes OB einmal anzusehen, um den Irrsinn der Planung nachvollziehen zu können. 

  1. Friday for future  = Freitag für die Zukunft
  2. Friday for Fahrrad in Voerde (klingt zu Deutsch?)
  3. sich erlauben; sich erdreisten, sich aufschwingen

 

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    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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