
KW27-25_Titelbild © ADFC Dinslaken-Voerde, wb
KW27-25 Hoch hinaus zum Geleucht in Moers-Meerbeck 50KM
Der heutige Ausflug führte uns zum Geleucht auf der Halde Rheinpreßen. Das Geleucht ist eine riesige, weithin sichtbare Grubenlampe. Im Fühjahr waren wir schon einmal dort, aber diesmal sollte eine grandiose Weitsicht auf uns warten.
Wie üblich versammelten sich die ersten Teilnehmer auf dem Voerde Rathausplatz, um pünktlich gegen 10 Uhr aufzubrechen. Der erste Zwischenstopp war auf dem Dinslakener Altmarkt, wo die heutigen Zusteiger eingesammelt wurden. Nach Erledigung der Formalitäten und der allgemeinen Begrüßung startete Peter, unser heutiger Vorfahrer, den offiziellen Teil der Tour. Ach ja, die Teilnehmeranzahl belief sich auf 16 Personen.
Zunächst führte uns der Weg in den Averbruch, wo wir in den Emscherwanderweg in Richtung Osten einbogen. Diesem Emscherweg folgten wir einige Kilometer bis OB-Holten. Dort gab es ein kleines Erfrischungspäuschen, das nach 10 Minuten wieder vorbei war. Ab Holten sind wir auf die HOAG-Trasse gewechselt und sind diesem Weg 4 Kilometer bis nach DU-Walsum gefolgt.
Hier verließen wir diese ehemalige Bahntrasse und wendeten uns südwärts nach DU-Marxloh. Dort erfolgte eine Fahrt durch den Schwelgernpark. Das rief bei so manchem von uns Jugenderinnerungen an Sommerferien im ehemaligen Schwelgernbad hervor. Das waren Zeiten... Nach einer Runde um das Schwelgernstadion kamen wir wieder auf unseren Kurs in Richtung Alsum.
Schon gewusst, dass das Schwelgerstadion 1925 eröffnet worden war und mit 28.000 Steh- und Sitzplätzen neben dem Wedau-Stadion und den Stadien in Köln, Düssseldorf und Wuppertal zu den größten seiner Art im Nordwesten Deutschlands gehörte? Das Schwelgernstadion war zeitweilig die Spielstätte des FC Hamborn 07 und verzeichnete am 14. September 1947 bei der Partie gegen Schalke 04 einen Zuschauerrekord mit 33.000 Besuchern.
Kurz nach der Schwelgernpark-Episode, beim Kilometerstand 27, haben wir sozusagen im Schatten der ehemaligen Alsumer Müllkippe unser nächste Pause eingerichtet. Einige Teilnehmer haben die Zeit genutzt, um den Aufstieg auf die Halde zu wagen. Der etwas beschwerliche Weg soll wohl von einer tollen Aussicht auf den Werksteil Schwelgern belohnt worden sein.
Aber nichtsdestotrotz wurde nach 15 Minuten die Fanfare zum Aufbruch getrötet, der auch alle nachkamen. Weiter ging es auf dem Rheindeich bis zur A42-Brücke in Beeckerwerth, die uns bei der bevorstehenden Rheinquerung zunutze kam. Nach knapp 3 Kilometern kamen wir dann am Fuß der Halde Rheinpreußen an, die es nun zu erklimmen galt. Die mit 74 Meter über Umgebungsniveau moderat hohe Halde war zumindest mit einem Pedelec gut zu erreichen (maximal ein Balken auf der Akkuanzeige).
Oben angekommen gab es auch hier einen Super-Rundumblick auf den Niederrhein und das westliche Ruhrgebiet. Und Zeit für ein Gruppenbild hatten wir auch noch mitgebracht.
nach der Abfahrt fuhren wir geschwind in nordöstlicher Richtung nach Lohheide und den Orsoyerberg, um nach 44 Kilometern im Orsoyer Hof in der gleichnamigen Ortschaft aufzuschlagen. Diese Gelegenheit wurde für Erfrischung und Sättigung intensiv genutzt. Leider war die angesetzte Pausenzeit von einer Stunde nach nur 60 Minuten vorrüber.
Macht aber nix, denn nun ging es in Richtung Heimat. Zuvor musste jedoch Gevatter Rhein überwunden werden. Das haben wir mit Hilfe der zuverlässigen Fähre mit Bravour gemeistert.
Wieder auf der "richtigen" Seite angekommen, war es ein Klacks, durch die Rheinauen zum Stapp und dann durch Eppinghoven wieder nach Voerde zu radeln.
Vielen Dank an Peter, der diese Tour aus dem Hut gezogen und noch ein wenig verfeinert hat. Und die Länge von 50 Kilometern waren aufgrund der vorausgegangen heißen Tage recht angenehm zu fahren. Ich glaube, dass der Wochenbeginn mit seinen hohen Temperaturen so einigen von uns noch in den Knochen gesteckt hat.
So, dann schauen wir mal, wo es in der nächsten Woche hingeht. Bis dahin
viele Grüße
Wolfgang
Text: wb
Bilder: ab + wb