Pause im Gesundheitspark Quellenbusch

Pause im Gesundheitspark Quellenbusch © ADFC Dinslaken Voerde

Der erste Donnerstag im Jahr - 1. KW 2022

 

Wenn ich mich nicht irre, haben die Moslems das Jahr 1442, die Juden das Jahr 5781 und die Buddhisten 5264 und wir haben seit ein paar Tagen das Jahr 2022. Und da irre ich mich, glaube ich, nicht. 

 

Mit etwas Knallerei hatte es begonnen, und schon hatte uns der Alltag wieder, also damit auch das Gewohnte, wie z.B. die donnerstäglichen Radrundfahrten des ADFCs Dinslaken-Voerde. So folglich auch am Donnerstag der 1. Kalenderwoche des Jahres 2022. 

Da saß man wieder auf dem Fahrrad, sofern man von der Gewohnheit wusste, Lust und Laune hatte, die Trägheit einen nicht übermannte-/fraute, man  terminlich nicht verhindert war, das Fahrrad funktioniert und was eben alles noch so erforderlich ist, um sich solcher, durch die Landschaft gleichsam schwebenden, schwatzenden Schar anzuschließen. Allein NN1 hätte bei aller Bereitwilligkeit sich zunächst nicht dazu gesellen können. Sie stand an der Windmühle und wir an der Wassermühle in Hiesfeld, die, wie man mich vor Ort belehrte, als „Mühlenmuseum“ bekannt und zu bezeichnen sei. Nun ließ sich das glücklicherweise telefonisch klären, und sobald NN1 bei uns war, waren wir neunzehn Pedalisten und konnten die Fahrt fortsetzen bzw. beginnen. 

Hupend und bimmelnd nötigten wir die auf dem Uferweg des Rotbaches daher Flanierenden, die zahlreichen, wie man meinen könnte, kleinen Frauen und kleinen Herren, die Frauchen und Herrchen, mit ihren Hündchen und Hunden für uns den Weg frei zu machen.

Die meisten von uns waren um 10.05 Uhr in Voerde an der Schrottsäule gestartet, und, so ließ ich verlauten, um 16 Uhr könnte man wieder zuhause sein und dort genüsslich seinen Kaffee zu sich nehmen. Doch daraus wurde nichts. Bei der DB hätte man von „Verzögerung im Betriebsablauf“ gesprochen, hier war es eine technische Störung an einem Kästchenrad mit Riemen-Übertragung. So etwas hatten wir gerade schon einmal gehabt, bei der Do-Tour in der 50. Woche des vergangenen Jahres. Nun musste NN2 nicht im Kreis ratlos herumstehender Radler ebenfalls ratlos in die Landschaft blicken. Nein, es waren nicht nur Radler, reich an Rat, zu Stelle, sondern NN3 war da mit einem 15er Schlüssel; dies  aufgrund seiner Erfahrung von der obenerwähnten 50. Woche. Er beseitigte den Defekt von den Ratschlägen und Hilfestellungen der dabei Stehenden begleitet. 

Nicht des überstandenen Defektes oder des damit verbundenen längeren Aufenthaltes wegen konnte man nun nicht mehr sagen, dass wir durch den Wald „schwebten“, sondern eine gewisse Steigung und etwas strubbelige Wege erforderte besonders von den Schleich-Rad- oder Simpel-Radfahrern schon etwas Kraft.

Grafenmühle, den Balzplatz motorisierter Zweiradfahrer, umfuhren wir wie auch die Halde von Prosper. Am Teich bei Bottrop – wo wir „immer Pause machen“ – unterbrachen wir die Radelei. Von hier an übernahm der 2.Vorsitzende a.D. NN4 für eine kleine Weile die Funktion des Vorfahrers. Er wusste alle zum Café Extrablatt in Bottrop zu geleiten. Das war denn auch der Touren-Wendepunkt. Von da aus ging es weiter zurück nach Westen.

Die vom Großen Tourenleiter wohl einst kreierte Route führte uns zum Gesundheitspark Quellenbusch, „ein Ort, an dem Zeit ist für Körper und Seele, für Einklang und Harmonie. Ein Ort für Gesunde, um neue Kraft zu schöpfen und für Kranke, um Heilung zu finden“, teilt Wikipedia mit. Also: Nix Dämmerwald, auf nach Bottrop! Wir fuhren statt dessen dort vorbei – oder durch den Park? -, hätten uns vielleicht besser auf die patschnasse Wiese legen sollen. Zugegeben: Viel hätte bei dem schmalem  Weg nicht gefehlt.

In Ripshorst übertrug NN4 mir wieder die Funktion des Vorfahrers. Zum Glück war mir der weitere, zu fahrende Weg hinlänglich bekannt, denn mein Navi mit Kraftbank versagte auf einmal. Keine Frage, wir kamen wohl trotzdem alle heil und ganz zuhause an; ich mit 30 Minuten Verspätung („Verzögerung …“) nach 63 km – nur.

 

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https://dinslaken-voerde.adfc.de/artikel/radtour-der-erste-donnerstag-im-jahr-2022

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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