unterwegs zur "schwarzen Heide"

Unterwegs zur "schwarzen Heide" © ADFC Dinslaken-Voerde

Schwarze Heide - Warm - wärmer - heiß

 

Der Platz in der Nähe der Schrottsäule war leer. Nein, im Schatten des Rathauses entdeckte ich zwei Gelbwesten. Zehn Minuten vor der Zeit war es, aber es kamen noch ein paar Fahrradlustige dazu.

 

„Warm ist es“, konstatierten die einen. „Wärmer soll es werden“, so andere. „Heiß wird es“, verkündete die Wetterapp, die zugegebenermaßen zuverlässiger  ist als „der Hahn auf dem Mist“, den es sowieso kaum noch gibt. „Und Gewitter soll es auch geben“, ergänzte jemand die Prognose. Aufsehen erregte NN1, der seit langer Zeit wieder dabei war, mit seinem neuen Fahrgestell. Das hier zu beschreiben, würde jedoch den Rahmen dieses Ergusses sprengen. Während sich die Versammelten zum Start rüsteten, preschten der 2. Vorsitzende mit Männin an uns vorüber. „Komisch“, dachte ich, doch des Rätsels Lösung sollte sich alsbald ergeben. 

Als „Tourenleiter“ müsste ich, als „Vorfahrer“ könnte ich die Mantra zur StrVO abspulen, unterließ  es aber, denn alle waren mir als routinierte Radler bekannt, was sich beim Boxenstopp z.B. zeigte: Sie stellten ihre Fahrzeuge artig am Wegesrand ab.

Der Weg zum Quertreiber ist bekannt mit seinem Strubbelgrad 3 oder 4. Schon bald waren wir am menschenleeren Ufer der ruhig dahinströmenden Lippe. Menschenleer? Niemand da? So schien es zunächst, doch da entdeckten wir Personen auf der anderen Seite des Flusses, die dort im Schatten des Buschwerkes in Deckung lagerten, um, wie sie später ohne Reue kundtaten, uns bei der Überfahrt nicht behilflich sein zu müssen – der Wärme wegen, wie jemand verlauten ließ. Unsere Hilferufe brachten sie jedenfalls nicht in Bewegung. NN2’s Verdienst war es, dass er mit ein paar anderen das Schiffchen heranzerrte und dann die Überfahrt im wahrsten Sinne des Wortes tatkräftig organisierte. Zwei Querungen waren erforderlich, weil nicht alle zugleich auf dem Bötchen Platz hatten. Inzwischen kamen NN3 und 4, die uns einer vorzeitigen Abfahrt von der Schrottsäule bezichtigten. Dabei handele es sich um zwei Minuten. 

Auf dem nördlichen Lippeufer waren nicht nur der 2. Vorsitzende mit Männin, sondern auch noch andere Radlergesellen, ebenfalls routinierte, denen ich nichts von der StVO erzählen musste. Also konnte es losgehen. Eine Wegbeschreibung erspare ich mir, denn dort sind wir schon etliche Male gefahren. Doch die Gewohnheit machte es, dass ich als Vorfahrer eine Abbiegung verpasste, den Irrtum aber als Getränkepause tarnte, waren es doch nur wenige Meter, um wieder auf dem rechten Weg zu sein. Radeln – Pause – Schwätzen, alles bei gemächlichem Tempo durch Feld und viel Wald und alles ganz und total ohne Fahrazotti. Auch dieses Mal ließ sich in des Waldes Gehölz kein böser Wolf blicken, nicht einmal ein „scheues Waldtier“. Das ins Gebüsch hastende Häslein kann man schon wegen der Buchstabenmenge als solches im Kreuzworträtsel als Antwort nicht eintragen.

Die Gastronomie am Flugplatz hatte ich unnötigerweise vorgewarnt. Platz war genug da, Getränke ebenfalls. Von der Bestellung eines Fünf-Gänge-Menüs hatte ich eindringlich abgeraten, so dass wir nach einer längeren Pause die Tour fortsetzen konnten, und noch vor 16 Uhr nach schlappen 57 km wieder in Voerde ankamen, zwar nicht alle: Einige hatte schon unterwegs „Tschüs“ gesagt.

 

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